Carbon-Laufrädern - lieber nicht?
Wer sich auf ein Rennrad mit Carbon-Laufrädern setzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein Rad fährt, dessen Bremsverhalten nicht zeitgemäß ist. Auf trockener Straße bremst es mäßig, bei Regen fast gar nicht. Auf langen Abfahrten birgt die schlechte Wärmeableitung von Carbon zudem das Risiko, dass die Felge beschädigt wird, sich teilweise auflöst und möglicherweise sogar plötzlich der Schlauch platzt. Hier sind vor allem die Hersteller der Carbon-Laufräder gefragt, neben dem Streben nach immer weniger Gewicht und besserer Aerodynamik auch das Bremsverhalten ihres Laufrades als wichtiges Entwicklungsziel zu formulieren und in Zusammenarbeit mit den Bremsen- bzw. Belagherstellern auch zu erreichen. Die gültige CEN-Norm kann für solche Entwicklungen allerdings nicht die Richtschnur sein: Sie sieht für Bremssysteme eine Test-Geschwindigkeit von 12,5 km /h vor. Dieses Tempo eines Hobbyläufers hat mit einer rasenden Abfahrt im Radsport nicht viel gemein.


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