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Standluftpumpen für das Fahrrad

Fette Schlappen im Cruiser-Test, fingerdünne Rennpneus an Fitnessrädern, mittlere Breiten bei den Allroundern - es gibt nichts, was es auf dem Trekkingbike-Markt nicht gibt. Für das Fahrrad Team bedeutet das: Dutzende von Reifengrößen, die im Laufe einer Saison den korrekten Betriebsdruck brauchen. Denn der entscheidet mit über Fahrkomfort, Haftung, Rollwiderstand.
Kein Wunder, dass die Tester auf problemlose und unverwüstliche Standpumpen angewiesen sind. Luftpumpen, die im Teststress Finger einklemmen, mit undichten Ventilköpfen nerven oder schlecht ablesbare Manometer präsentieren, landen schnell in der Tonne.

DIE PRAXIS ENTSCHEIDET
Grundsätzlich gilt, dass Pumpen mit dünnerem Zylinder für höhere Drücke gedacht sind, während man bei dickeren Pumpen weniger Hübe benötigt. Schon wenige Millimeter Unterschied können entscheiden. Am Beispiel der preiswerten und dicksten Pumpe im Test (die „MP-067″ von BOC für 17 Euro) zeigte sich deutlich, dass jenseits von fünf bar weniger Durchmesser mehr Komfort bedeutet. Die üblichen drei bis fünf bar schafft jede der Testpumpen.

Fahrradpumpe Airstorm

Doch die Unterschiede in Ausstattung und Verarbeitung trennen das Testfeld klar in mehr oder weniger gelungene Modelle. Vermeintlich simple Details wie der Pumpengriff und der Ventilkopf machen in der Praxis riesige Unterschiede. Die besten Griffe für viel Druck ohne Schmerzen kommen von Blackburn, SKS, Specialized und Topeak. Deren Modelle glänzen außerdem mit praxisgerechten Ventilköpfen: Sie passen ohne lästige Schrauberei sowohl auf Auto-als auch auf Rennventile, sie halten dicht und ihre Dichtgummis sind auswechselbar. Bei Zefal, Pedros und Bicycles muss statt des preiswerten Gummis gleich der ganze Ventilkopf ausgetauscht werden, was 6 bis 13 Euro kostet.
Auch Standfuß und Manometer entscheiden über den Bedienkomfort. Schwere, große Standfüße lassen die Pumpe weniger kippeln. Zwischen der stabil stehenden Specialized-Pumpe und der kippeligen Pedros spannt sich im Test ein breites Mittelfeld befriedigender Konstruktionen.

DEN DRUCK IM BLICK HABEN
Blickpunkt Manometer: Bunte Hintergründe oder zu eng gesetzte Skalen für die Druckangaben sind hinderlich. Sie führen zu Abzügen bei den ansonsten sehr guten Modellen von Specialized und Topeak. Besser funktionieren Manometer mit einem großen Durchmesser und klarem Display - mit Angaben in der hierzulande übliche Einheit „bar”! Schwache Skalen lassen sich mit einem einstellbaren Außenring aufwerten, der auf den angestrebten Luftdruck zeigt.
Zieht man unter sämtliche Testbriefe einen Strich, zeigt sich: Genau wie bei Schaltungen oder Bremsen gibt es auch bei den Pumpen solche, die im Neuzustand halbwegs funktionieren und solche, die auf Dauer Freude machen. Fast immer ist es die Summe vieler Details, die zwischen „akzeptabel” und „erfreulich” unterscheidet. Die beste Gesamtperformance haben die Modelle von Blackburn, SKS, Specialized und Topeak. Sie sind nicht die günstigsten im Test. Doch wer hier spart, ärgert sich lange - und oft.

Luftpumpe SKS

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